Wenn alle profitieren: Wildnisschutz ist Klimaschutz
Die Wildnisstiftung hat jetzt eine KlimaWildnisBotschafterin. Sie kommt tatsächlich mit einer frohen Botschaft: Wer möchte, kann mit staatlicher Unterstützung dazu beitragen, mehr Wildnis zu schaffen. Die Föderrichtlinien „Wildnisfonds“ und Klimawildnis machen es möglich.
Mehr Wildnis wagen – was haben wir davon?
Mehr biologische Vielfalt, mehr Erholung und Lebensfreude – und mehr Klimaschutz!
Den Klimaschutz gibt’s gratis: Unsere Wildnisgebiete sind wirksame Kohlenstoffsenken. Sie binden das in der Atmosphäre enthaltene Kohlenstoffdioxid und tragen so aktiv zum Klimaschutz bei.
Pionier- und Naturwälder, naturnahe Gewässer und Moore mildern durch Verdunstung und Kühlung zusätzlich die Folgen des Klimawandels und stärken die Widerstandskraft unserer Landschaften.
Das heißt ganz klar: Je mehr Wildnis, desto mehr Klimaschutz!

Mehr (Klima)Wildnis – wie kommen wir dahin?
Rund um unsere Wildnisgebiete in Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf liegen zahlreiche Potenzialflächen für noch mehr Wildnis. Viele kleine Puzzlestücke können dabei ein großes Ganzes ergeben. Deshalb unterstützen wir interessierte Flächenverkäufer*innen und -käufer*innen vor Ort bei der Entwicklung und Sicherung von Wildnisflächen – unter anderem durch Beratung zu Fördermöglichkeiten.
Wer für die Wildnis geeignete Flächen verkaufen, tauschen oder das Nutzungsrecht abtreten möchte, erhält dafür den Verkehrswert bzw. den Ausgleich für den entgangenen Nutzen.
Käufer*innen wiederum können sich staatlich fördern lassen: über den Wildnisfonds zur Sicherung großer Wildnisgebiete (ab 1.000 bzw. 500 Hektar) oder über KlimaWildnis zur Sicherung kleinerer Wildnisflächen (ab 50 bzw. 25 Hektar).
Wildnisfonds
Gefördert wird der Ankauf von
- potenziellen Wildnisgebieten mit einer Mindestgröße von 1.000 Hektar; bei Mooren, Auen und Küsten von 500 Hektar.
- Teilflächen, sofern sie zur Entstehung von Wildnisgebieten mit den genannten Mindestgrößen oder zu sogenannten Wildnisgebiet-Startflächen mit mindestens einem Drittel der Mindestgröße beitragen (also 333 Hektar, bei Mooren, Auen und Küsten 166 Hektar).
- Flächen zur Vergrößerung bestehender Wildnisgebiete oder Wildnisgebiet-Startflächen.
- Tauschflächen, die zur Entstehung oder Erweiterung von Wildnisgebieten oder Wildnisgebiet-Startflächen beitragen.
Auch der Ankauf von Nutzungsrechten ist förderfähig.
KlimaWildnis
Gefördert wird der Ankauf von
- Flächen, aus denen KlimaWildnisFlächen entstehen. Sie müssen eine Mindestgröße von 50 Hektar aufweisen. Handelt es sich um mindestens 100 Jahre alten Buchen- und Laubwäldern, Seen, Mooren und Auen sowie Küsten, sind es 25 Hektar ausreichend.
- Teilflächen, die im Verbund mit bereits vorhandenen nutzungsfreien Bereichen KlimaWildnisFlächen bilden,
- Flächen, die bestehende KlimaWildnisFlächen vergrößern,
- Flächen, die dann getauscht werden sollen und so zur Entstehung oder Erweiterung von KlimaWildnisFlächen beitragen.
Bei Flächen im Eigentum der öffentlichen Hand kann auch der Ankauf des Nutzungsrechts oder der finanzielle Ausgleich für den dauerhaften Nutzungsverzicht finanziert werden.
Mehr Infos zur Förderrichtlinie
Ihre Ansprechpartnerin
Wer berät mich zur Wildnisförderung in der Region?
Unsere KlimaWildnisBotschafterin Dr. Antje Bischoff berät Sie zu Natürlichem Klimaschutz und Wildnis, zu Fördermöglichkeiten für Wildnisflächen sowie zu konkreten Wildnisprojekten vor Ort. Ob erste Idee oder konkretes Vorhaben – sie unterstützt Sie fachlich, vernetzt passende Akteur*innen und begleitet Sie auf dem Weg zur Wildnis.
Beratungen sind in unseren Büros in Potsdam und Lieberose möglich.
Weiterführende Informationen
- Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG)
- Klimawildniszentrale
- Kompentenzzentrum Natürlicher Klimaschutz



