Enge Zusammenarbeit im Waldbrandschutz im Wildnisgebiet Lieberose

Die Wildnisstiftung und die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Lieberose/Oberspreewald arbeiten im Bereich des Waldbrandschutzes eng zusammen. Ein wichtiger Bestandteil dieser bewährten Kooperation sind gemeinsame Befahrungen im Wildnisgebiet Lieberose, bei denen Einsatzkräfte und Akteure aus Forst und Stiftung wichtige Geländekenntnisse vertiefen und sich zu aktuellen Themen des Waldbrandschutzes austauschen.

Anfang Juni 2026 fanden erneut zwei solcher Befahrungen statt – am 2. Juni mit sieben Ortswehren sowie am 4. Juni mit sechs Ortswehren. Am zweiten Termin war zusätzlich die Feuerwehr des Amtes Peitz mit dem stellvertretenden Amtswehrführer sowie der Ortswehr Drachhausen vertreten.

Organisiert wurden die Befahrungen durch den Amtswehrführer des Amtes Lieberose/Oberspreewald, Frank Schulz. Auch Amtsdirektor Lars Grunow nahm am 4. Juni teil und verfolgte die Veranstaltung mit großem Interesse.

Treffpunkt war jeweils die „Aussicht Wildnis“ an der B 168. Dort begrüßte die Wildnisstiftung die Kameradinnen und Kameraden und gab einen umfassenden Überblick über das Waldbrandschutzsystem im Wildnisgebiet Lieberose. Im Anschluss wurden verschiedene Bereiche rund um die ehemalige Schießbahn befahren, um insbesondere die Anfahrtswege, Orientierungspunkte und markanten Geländestrukturen gemeinsam zu erkunden und die Orientierung zu festigen.

Nach einem Abschnitt im Bereich eines Waldbrandschutzstreifens östlich der ehemaligen Schießbahn führte die Route in das Landeswaldrevier Tannenwald des Forstbetriebs Peitz. Dort übernahm Revierleiter Herr Müller die Gruppe und leitete die Befahrung durch den südlichen Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Im westlichen Teil stellte anschließend die Wildnisstiftung den im vergangenen Winter mit Mitteln der Konzessionsabgabe Lotto wiederhergestellten Waldbrandschutzstreifen am Dachsweg vor und bedankte sich bei allen Beteiligten.

Den Abschluss bildete ein Löschwasserbrunnen auf den Flächen der Stiftung, wo die Kameradinnen und Kameraden verabschiedet wurden. Gleichzeitig bot sich Gelegenheit für einen intensiven fachlichen Austausch zwischen Feuerwehr, Forst und Wildnisstiftung.

Die gemeinsamen Befahrungen haben sich als fester und wertvoller Bestandteil der Zusammenarbeit etabliert. Sie stärken die Einsatzvorbereitung, verbessern die Ortskenntnis und fördern die enge Abstimmung aller Beteiligten im Waldbrandschutz im Wildnisgebiet Lieberose. Auch für das kommende Jahr ist bereits eine weitere gemeinsame Befahrung geplant.