Naturschutzverbände warnen vor drastischen Förderkürzungen in Brandenburg
Die Naturschutzverbände Brandenburgs schlagen Alarm: Nach Medienberichten soll die Förderung anerkannter Naturschutzverbände im kommenden Landeshaushalt deutlich gekürzt werden. Nach Angaben der Verbände würde der bisherige Förderansatz von 700.000 Euro bis 2027 auf rund ein Drittel sinken. Die Organisationen warnen vor weitreichenden Folgen für Ehrenamt, Umweltbildung und die Beteiligung der Zivilgesellschaft an Naturschutzverfahren.
Besonders betroffen wäre das Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände, das Stellungnahmen zu Eingriffen in Natur und Landschaft koordiniert und damit wichtige fachliche Beiträge für Planungs- und Genehmigungsverfahren liefert. Die Verbände befürchten, dass Personal abgebaut und Beteiligungsrechte künftig nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden könnten.
Auch zahlreiche ehrenamtliche Strukturen sehen die Organisationen in Gefahr. Von der Förderung profitieren unter anderem Fachgremien, Umweltbildungsangebote und kleinere Landesverbände, die auf hauptamtliche Unterstützung angewiesen sind. Zudem könnte das Haus der Natur in Potsdam als wichtiger Treffpunkt für Naturschutz- und Umweltinitiativen erheblich unter Druck geraten.
Die beteiligten Verbände – darunter NABU, BUND, Grüne Liga und NaturFreunde – kritisieren die geplanten Einschnitte als Signal gegen bürgerschaftliches Engagement und warnen vor negativen Auswirkungen auf den Natur- und Umweltschutz in Brandenburg. Angesichts von Herausforderungen wie Artenverlust, Wassermangel und Flächenverbrauch sei eine Stärkung statt einer Schwächung zivilgesellschaftlicher Naturschutzarbeit erforderlich.
Die Wildnisstiftung unterstützt den gemeinsamen Appell der Naturschutzverbände für den Erhalt tragfähiger Naturschutzstrukturen und eines starken Ehrenamts in Brandenburg.


