Bildung für die Zukunft: Wildnisstiftung erhält Auszeichnung für das Projekt „Wildnisbotschafter*in“
Ministerin Hanka Mittelstädt überreicht BNE-Zertifikat an Wildnisstiftung und NaturRanger e. V.
Potsdam/Lieberose/Jüterbog, 27. November 2025. Mit ihrem gemeinsamen Projekt „Wildnisbotschafter*in“ verleihen die Wildnisstiftung und der NaturRanger e. V. der wilden Natur eine starke Stimme. Für dieses besondere Engagement wurde das Projekt nun von Brandenburgs Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Hanka Mittelstädt, ausgezeichnet. Sie übergab das Zertifikat „Natürlich. Nachhaltig. BNE in Brandenburg“ am 26. November 2025 im Rahmen des 15. Runden Tisches zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
„Wir freuen uns mit der BNE-Zertifizierung des Wildnisbotschafter*innen-Lehrgangs einen Meilenstein in unserer Bildungsarbeit erreicht zu haben.“, sagt Sophie Büchner, Projektmanagerin Regionalentwicklung bei der Wildnisstiftung. „Das rege Interesse am nächsten Wildnisbotschafter*innen-Lehrgang 2026 zeigt uns, dass das Thema Wildnis für viele Menschen immer noch sehr wichtig ist und nachhaltiger Schutz von Wildnis nur durch gute Umweltbildungsarbeit vor Ort gelingen kann.“ 2020 hat die Wildnisstiftung die Weiterbildung in Kooperation mit dem NaturRanger e. V. ins Leben gerufen. Seitdem haben 33 Wildnisbotschafter*innen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Gefördert wurde das nun ausgezeichnete Projekt unter anderem durch die Deutsche Postcode Lotterie.

Erhielten das BNE-Zertifikat für das Projekt „Wildnisbotschafter*in“: V. l. n. r.: Beatrix Krause (Die Wildnisstiftung), Bettina Kreutzmann (naturranger e. V.), Ministerin Hanka Mittelstädt, Yvonne Reinke (naturranger e. V.), Sophie Büchner (Die Wildnisstiftung). Foto: Christiane Schleifenbaum/Servicestelle BNE Brandenburg.
Wildnis verstehen und andere dafür begeistern
Ziel der Weiterbildung ist es, Multiplikator*innen für das Thema Wildnis zu gewinnen und ehrenamtliches Engagement im Wildnisschutz zu stärken. In einem neunmonatigen Kurs lernen die Teilnehmenden, was Wildnis ausmacht, warum sie so wichtig ist – und wie man andere Menschen dafür gewinnt. Im Mittelpunkt stehen Informationen über Wildnis anhand von regionalen und auch internationalen Beispielen sowie ein eigenes Praxisprojekt zur Frage: „Wie vermittle ich Wildnis?“ So leisten die Teilnehmenden ihren individuellen Beitrag zum Schutz der wilden Natur und setzen sich für mehr Akzeptanz großer zusammenhängender Wildnisgebiete ein.
Anerkanntes BNE-Projekt mit Wirkung vor Ort
Die aktuelle Zertifizierung als BNE-Projekt würdigt den Beitrag der Weiterbildung, denn sie befähigt Menschen dazu, gesellschaftliche Veränderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aktiv mitzugestalten: Viele ausgebildete Wildnisbotschafter*innen sind bereits in den Wildnisgebieten der Stiftung bei Jüterbog, Lieberose und Tangersdorf im Einsatz. Sie bieten Wildniswanderungen an, unterstützen Buchungen für Gruppenführungen oder begleiten Informationsstände.
Für den regelmäßigen Austausch der Absolvent*innen bot die Wildnisstiftung in Kooperation mit Naturranger e. V. 2025 ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an: neun Online-Termine, eine gemeinsame Exkursion, zwei Vernetzungswochenenden, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie eine Fortbildung zu Umweltbildung und Radikalisierungsprävention. Ein besonderer thematischer Schwerpunkt war in diesem Jahr die Wildkatze, die 2023 erstmals im Wildnisgebiet Jüterbog nachgewiesen wurde und seitdem für großes Interesse sorgt. Im März 2026 startet der nächste Ausbildungsgang – erstmals wieder überwiegend in Präsenz, denn draußen in der Wildnis lernt es sich am besten.
Die kommende Runde ist bereits ausgebucht. Interessierte können sich jedoch per E-Mail an info@stiftung-nlb.de auf die Warteliste setzen lassen.
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Hintergrund
Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung
Die Wildnisstiftung engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit eigenen Flächen und Expertise für Wildnisgebiete und deren Vernetzung. Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.
Stifter sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, die Gregor Louisoder Umweltstiftung und eine Privatperson.
Unsere private Stiftung besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von 15.150 Hektar. Hier kann sich die Natur auf größtmöglicher Fläche frei entwickeln. Eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen findet Lebensraum, darunter faszinierende Arten wie Sonnentau, Fischotter, Seeadler und Wolf.
Mit Naturerlebnisangeboten wie Wanderwegen und geführten Exkursionen machen wir diese spannende Entwicklung zugänglich. Wir lernen von der Natur, erforschen die natürliche Dynamik für eine lebenswerte Zukunft, vermitteln Wissen über wilde Natur und machen ihre Bedeutung und Einzigartigkeit erlebbar.
Unsere Wildnisflächen bieten Ökosystemen die Chance, sich an Klimaveränderungen anzupassen und leisten als natürliche Kohlenstoffspeicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Über unsere Flächen in Brandenburg hinaus engagieren und vernetzen wir uns für mehr Wildnis in Deutschland.
Weitere Informationen zu Wildnis in Deutschland unter www.wildnisindeutschland.de
Mitmachen und Wildnis schützen!
Möchten Sie uns dabei helfen, wertvolle Wildnis zu erhalten, Wölfe und Wildkatzen zu schützen oder Wildniswissen an Erwachsene und Kinder zu vermitteln? Wir freuen uns, Sie als Spender*in zu begrüßen und bieten verschiedene Patenschaften an. Die Wildnisstiftung ist gemeinnützig tätig und Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Gern beraten wir Sie zu Möglichkeiten des Engagements. Informationen finden Sie online unter www.wildnisstiftung.de
Unser Service – Freianzeigen:
Unterstützen Sie den Schutz der Wildnis, indem Sie unsere Freianzeigen schalten. Alle Motive und Formate finden Sie unter https://www.wildnisstiftung.de/freianzeigen/
Kontakt
Anika Niebrügge
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: niebruegge@stiftung-nlb.de
Tel.: 0176-73 54 54 70

